Zweite Anhörung zum Düngegesetz

Zweite Anhörung zum Düngegesetz

Gleich zu Beginn der ersten Sitzungswoche fand am Montag ein wichtiger Termin statt: die zweite öffentliche Anhörung zum Düngegesetz.

Das Düngegesetz soll den Verkehr und die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Pflanzenhilfsmitteln und Kultursubstraten regeln. Die Gesetzesreform soll unter anderem die Grundlage für die Novellierung der Düngeverordnung vorbereiten, um den Vorgaben der EG-Nitratrichtlinie 91/676/EWG gerecht zu werden. Ziel der Richtlinie ist es, dass der Nitratsalzbelastung der Böden und des Grundwassers durch die Landwirtschaft infolge von Überdüngung vorgebeugt werden soll. 

Die geladenen Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Behörden und Praxis sind sich einig, dass das neue Düngegesetz möglichst schnell umgesetzt werden muss und stehen der geplanten Änderung wohlwollend gegenüber. Besonders wichtig ist mir hierbei, wie auch den geladenen Landwirten in der Anhörung, dass dem Gewässerschutz eine hohe Priorität eingeräumt werden muss, gleichzeitig aber auch eine bedarfsgerechte Pflanzenernährung möglich bleiben soll. Die eingeladenen Wissenschaftler lobten die Änderung und sprachen von einem Paradigmenwechsel in dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf aufgrund der Gleichstellung von Umweltzielen mit denen der Lebensmittelproduktion.

Auf dem Foto:  AG-Vorsitzende Franz-Josef Holzenkamp MdB und Kees de Vries MdB.